Persönlichkeitsentwicklung, Projektmanagement

Warum es oft am Mindset liegt, wenn du nicht in die Umsetzung kommst

Ich würde behaupten, dass es heutzutage oft am Mindset liegt, wenn du nicht ins Machen, also in die Umsetzung mit einem Projekt von dir kommst. Warum?
Es gibt heutzutage alle erdenklichen Informationen im Internet. Entweder du machst dich selbst auf und suchst dir alle Informationen zusammen, die du brauchst. Oft ist die Fülle an Informationen überfordernd, doch auch dafür gibt es viele Lösungen, wie Onlinekurse, die von Expert*innen angeboten werden. Sich selber neue Skills beizubringen oder Informationen zu recherchieren dauert oft länger, doch dafür ist man dann auch super im Thema eingearbeitet.

Das heißt, ich gehe davon aus, dass du schon mehr als genug Informationen, Ausbildungen und Kurse zu deinem Projekt, das du umzusetzen möchtest, konsumiert hast. Ich denke das Mindset kann auf verschieden Arten eine Herausforderung sein:

Das Projekt, zum Beispiel einen Podcast zu starten, erscheint dir insgesamt zu groß und zu herausfordernd und du weißt nicht wo du anfangen sollst. Du siehst das Endresultat, das große Ganze vor dir und es erscheint dir viel zu viel. Dabei hilft es, alles Schritt für Schritt zu planen und dich auch nur auf den aktuellen Schritt zu fokussieren, anstatt schon wieder 12 Schritte weiter zu sein und dadurch innerlich durchzudrehen.

Wenn du keine Lust habe, einen 10km-Lauf zu machen, mache ich es genauso: Ich ziehe mir meine Schuhe an, ohne darüber nachzudenken warum und gehe vor die Tür. Danach sage ich mir, dass ich erstmal loslaufe und dann nach jedem Kilometer gucken kann, wie es gerade läuft und ob ich umdrehe oder eine Pause mache. Dieser Lauf ist ein Schritt in der Vorbereitung für einen Halbmarathon oder Marathon, aber wenn ich Zuhause bin und an einem Tag nicht mal Lust habe 2 Kilometer zu laufen, ist es nicht hilfreich an mein Endziel, zum Beispiel einen Marathon laufen, zu denken. Dann fühle ich mich direkt überfordert und ein „das schaff ich nie“ kann sich einschleichen – obwohl das natürlich nicht stimmt. Du kannst alles schaffen (zu diesem Thema kommt am Freitag eine Podcastfolge auf „Hochsensibel & stark“ mit einer gehörigen Portion Motivation online – hör gerne rein!).

Eine andere Art der Herausforderung für dein Mindset sind Muster, die du in deinem Leben immer wieder erfahren hast und von denen du darum unterbewusst ausgehst. Du bist dir nicht darüber bewusst, aber vielleicht steht hinter deiner Prokrastination in deinem aktuellen Projekt etwas ganz anderes.
Vielleicht möchtest du den Podcast nicht aufnehmen, weil du Angst hast, dass du nicht kreativ genug bist und dir nach 2 Wochen keine Themen mehr einfallen? Vielleicht möchtest du eigentlich gar nicht „rausgehen“ und dich sichtbar machen, weil es dir unangenehm ist? Oder hast du Angst davor, was andere von dir denken? Hast du Angst zu Scheitern und bist insgeheim sicherer, wenn du dein Projekt gar nicht erst umsetzt, denn dann kannst du auf jeden Fall nicht scheitern? Oder hast du unterbewusst vielleicht Angst vor Erfolg?

Es gibt viele Gründe, die du auf den ersten Blick nicht erkennst, die allerdings das Thema hinter dem Thema „Umsetzung“ und „einfach machen“ sind. Die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest, ist meiner Meinung nach folgende:
Wie dient es dir, dass du dein Projekt noch nicht umgesetzt hast? Welchen Preis bist du nicht bereit zu zahlen? Was würde es dich „kosten“ dein Projekt umzusetzen? Und warum?

Wenn du ganz ehrlich zu dir bist und in dich reinhorchst, kannst du eine Antwort auf diese Frage finden, die dir eben auch sagt, warum es eventuell noch nicht Zeit ist loszulassen oder warum du dich entschieden hast festzuhalten und (noch) nicht bereit bist, diesen Preis zu zahlen.

Hast du Erkenntnisse, Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel? Dann würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen!

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