Hochsensibilität

Terminplanung für Hochsensible: Planst du so, wie es deinen Bedürfnissen entspricht?

Mir ist aufgefallen, dass manche hochsensible Menschen dazu tendieren es anderen Menschen recht zu machen, d.h. sie sind mit ihrer Aufmerksamkeit nicht bei sich selbst, sondern im Außen. Das wird besonders bei Planungen und Terminabsprachen besonders deutlich. Falls dich das auch betrifft, möchte ich in diesem Artikel einige Ideen teilen, wie du deine Planung nach deinen Bedürfnissen ausrichten kannst.

Kennst du das auch, dass du bei Terminabsprachen zuerst sagst „Wie passt es dir denn?“

Ich finde es wichtig, dass du dich zuerst mit dir selbst verbindest und deinen Terminkalender anschaust und dabei realistisch überlegst was du eigentlich möchtest und was deinen Bedürfnissen entspricht.

Dafür kann es zum Beispiel hilfreich sein zu sagen, dass die Idee interessant klingst, du dich aber gerne zurückmelden möchtest, wann es dir am besten passt, da du z.B. gerade deinen Kalender nicht dabei hast.

Frage dich dann zu Hause oder wenn du einen ruhigen Moment hast zuerst, was deinen Bedürfnissen entspricht, sodass du realistisch planst und nicht von einem knapp gelegten Termin zum nächsten hetzt.

Wie viel Zeit brauchst du zwischendurch für dich? Wie wäre es DIR am liebsten?

Indem du den Fokus änderst und von dir aus denkst (und die andere Person das vermutlich auch so macht) könnt ihr zusammen den für euch beide am besten passendsten Kompromiss finden.

Erstmal nicht alle Termine „freigeben“

Was ich genauso wichtig finde und auch erst lernen musste ist Folgendes: Wenn dich jemand fragt – egal ob beruflich oder privat – wann dir das Treffen denn passt finde ich es gut erstmal nur ein paar Termine rauszugeben, bei denen es dir am allerbesten passen würde. Falls die andere Person an den Termin keine Zeit hat, kannst du immer noch die Termine frei geben, die vielleicht in Ordnung wären, aber etwas Stress für dich kreieren würden.

Das klingt vielleicht so einfach, aber ich habe das lange Zeit selbst nicht so gemacht, sodass meine Tage oft „zerstückelt“ waren oder ich viele Termine viel zu knapp hintereinander hatte.

Bin ich dann egoistisch?

Für mich ist eine Terminplanung, die auf mich und meine Bedürfnisse ausgerichtet ist und bei der ich Pausen und Ruhezeiten einplane auf keinen Fall egoistisch, sondern Teil meiner Selbstfürsorge, sodass es mir gut geht, ich mich um mich kümmern kann und in Balance bleibe.

Eine realistische Zeitplanung finde ich gerade für Hochsensible und Multitalente besonders wichtig und nur wenn du selbst in Balance bist, kannst du dich überhaupt mit anderen Menschen treffen und beruflich oder privat für sie da sein oder dich um sie kümmern – wie auch immer das dann in deinem Beruf oder bei dem geplanten Treffen aussieht.

Was sind deine Gedanken zu diesem Thema? Wie planst du deine Termine ein?

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2 Kommentare

  1. Susan

    5. August 2021 at 14:07

    Hi,
    „Wie passt es dir denn?“ genau meine Worte. Ich weiß oft gar nicht was ich will außer den anderen glücklich zu machen. Ich definiere mich komplett über deren Zufriedenheit. Letztens hat mein Mann über den Moderator im Radio geschimpft und ich hab mich sofort schuldig gefüllt. Immerhin hörten wir den Sender nur weil es mein Lieblingssender ist. Woher weiß ich was ich will wenn es für mich nur dann angenehm ist wenn alle anderen glücklich sind?

    Viele Grüße
    Susan

    1. Jacqueline Knopp

      9. August 2021 at 9:50

      Liebe Susan,
      danke für dein Feedback zum Blogartikel! Spannend, dass dich dieses Thema auch beschäftigt. So einfach kann ich dir keinen „Tipp“ geben, den du umsetzt und dann weißt du immer genau, was gerade deine Bedürfnisse sind. Mir hat es geholfen zu verstehen, wo manche Muster herkommen und dann zu schauen, was ich möchte, wenn ich mich nicht darauf konzentriere und bei mir bin und bleibe anstatt im Außen bzw. bei den anderen Menschen um mich herum.
      Viele Grüße
      Jacqueline

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