Scanner*in

Neu, anders, besser? – Gedanken zu beruflichen Möglichkeiten als Scanner*in

Aktuell mache ich mir wieder viele Gedanken, was, wie und wo ich als Scanner*in nächstes Jahr am liebsten arbeiten möchte.

Dabei bin ich total dankbar, dass es viele coole Möglichkeiten und Projekte gibt, dass ich mich entscheiden muss. Warum „muss“ ich das? Ein Grund ist meine „Zeitknappheit“ (mein Tag hat nur 24 Stunden) und der zweite Grund ist Selbstfürsorge (ich bin keine Roboterin und möchte auch mal chillen und Freizeitaktivitäten nachgehen). Es ist also ein absolutes Luxusproblem, dessen bin ich mir bewusst.

Vielleicht kennst du das aber auch als Scanner*in, dass du von einem beruflichen Projekt (angestellt und freiberuflich) zum nächsten springst oder springen möchtest?
Gedanken, die ich mir dazu gerade mache, sind inwiefern das für mich und alle Beteiligten wirklich gerade das Beste ist und was gut daran sein kann, mich zum Teil für das „Alte und Bekannte“ zu entscheiden anstatt am liebsten nach neuen und aufregenden Projekten oder Herausforderungen zu streben.

Ich habe zudem ein paar Dinge festgestellt:

  1. Neu heißt nicht unbedingt besser, es ist oft nur so, dass ich bei einem Job oder Projekt, in dem schon arbeite genau weiß, was ich daran weniger gut finde (oder mir anders wünschen würde) und das bei einem neuen Projekte oder einer Jobmöglichkeit vielleicht noch nicht weiß oder auch insgeheim den Wunsch hege, dass es dort vielleicht doch noch weniger Aspekte gibt, die mir nicht gefallen bzw. noch mehr Dinge, die mir sehr gut gefallen.
  2. Ich tendiere manchmal dazu den Zeitpunkt in einem Projekt, wenn alles richtig gut läuft und ich neue Kompetenzen erlernt habe, sodass es sich inzwischen wieder nach meiner Komfortzone anfühlt (nachdem das am Anfang gar nicht so war) gar nicht richtig zu genießen und die Möglichkeiten zu sehen, die sich mir dadurch dann bieten. Stattdessen ist es fast schon ein Automatismus nach einer neuen Herausforderung zu suchen.
  3. Inwiefern ist diese „immer weiter“-Mentalität denn eigentlich etwas, das ich in meinem Leben irgendwo so gelernt habe? Hat das etwas mit höher, schneller, weiter zu tun und dem Gedanken, der in unserer heutigen Welt so verbreitet ist, dass „Stillstand Rückschritt ist“ und „Weiterentwicklung“ das einzig Wahre ist? Habe ich mir diese Verhaltensweisen antrainiert oder kommt der Impuls gerade wirklich „aus mir selbst“?
  4. Ich tendiere inzwischen dazu mir schnell die Frage zu stellen, ob mich etwas aktuell glücklich macht und habe dabei manchmal das Gefühl mich eher auf kurzfristige Ziele und Gefühle zu konzentrieren. Dabei glaube ich, dass es für mich wichtig ist, auch langfristig im Auge zu behalten, wo ich hin möchte (oder wo ich gerade denke, wo ich hin möchte) und wie ich mich in Zukunft fühlen möchte (nicht nur heute).

Ich kann noch nicht genau sagen, das ich nächstes Jahr so mache, aber ich kann vielleicht kurz berichten, was ich aktuell mache:

  • arbeite freiberuflich als Autorin, Dozentin & Coach, dazu gehört z.B., dass ich
  • angestellt arbeite ich gerade noch als Lehrerin an einer Schule in Niedersachsen
  • mache Fortbildungen oder Weiterbildungen z.B. Studium & Fortbildungen zu bestimmten Kompetenzen

Ging es dir auch schonmal ähnlich? Was beschäftigt dich als Multitalent gerade besonders? Ich freu mich über deinen Kommentar!

1 Kommentar

  1. Peter

    5. Oktober 2021 at 21:41

    So ähnlich geht es mir auch. Ich überlege derzeit ob ich mich als Inventur Berater selbständig machen soll. Aber wer bucht mich? Wie soll das überhaupt laufen.

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