Arbeit, Persönlichkeitsentwicklung

Sensibel, introvertiert und selbstständig als Onlineunternehmerin? – Ein Gespräch mit Judith Peters

Im heutigen Blogartikel möchte ich meinen Gedanken zum Thema „Sensibel, introvertiert und selbstständig“ mit dir teilen. Zum Anlass dafür nehme ich die aktuelle Podcastfolge (die du in ganzer Länge findest, wenn du nach unten scrollst) mit Judith „Sympatexter“ Peters.

Judith berichtet im Interview, dass sie gar nicht genau weiß, inwiefern sie wirklich introvertiert und sensibel ist, da sie nur einmal einen Test dazu im Internet gemacht hat. Dabei war die Tücke, dass sie angekreuzt hat, wie sie gerne wäre, sodass am Ende extrovertiert herausgekommen ist. Ist dir das auch schonmal passiert?

Sie dann den Test dann nochmal gemacht und versucht ehrlich zu sein, sodass dann das gleiche Ergebnis herauskam, nur mit introvertiert zu Beginn der Buchstaben (es war ein Test nach dem Myers-Briggs Typenindikator. Was das genau ist und worauf der Test basiert, darüber habe ich hier geschrieben).

Judiths beruflicher Weg zur Onlineunternehmerin

Judith hat beruflich einen spannenden Weg hinter sich. In der Schulzeit dachte sie über sich noch ganz anders als heute.

„Während der Schulzeit hätte nie jemand gedacht, dass aus mir mal eine Werbetexterin wird. Ich bin wahnsinnig schlecht in Mathe, ich bin wahnsinnige schlecht in Deutsch, das war eine fatale Kombination.“

Judith Peters

Sie hat gedacht, sie macht dann „irgendetwas mit Medien“ und hat Grafikdesign studiert. Ihr Deutschlehrer hat dann zu ihrer damaligen Überraschung gesagt, dass sie Talent für’s Schreiben habe. Danach hat sie mit der Zeit gemerkt, dass das wirklich stimmt und sie konnte den Glaubenssatz ablegen.

Dann hat sie sich an der Hochschule Texterschmiede beworben und wurde genommen, obwohl sie nicht damit gerechnet hätte. Dadruch ist sie Werbetexterin geworden und hat erst angestellt gearbeitet, um sich danach selbstständig zu machen.

Inzwischen ist sie nicht mehr selbständig und arbeite für Kund*innen, sondern hat ihr eigenes Onlineunternehmen.

Angst in der Selbstständigkeit?

Judith hatte schon 2005 einen Blog und hat damals einfach drauflos geschrieben, ohne große Ängste und ohne großes Hinterfragen. Als sie Mutter wurde hat sich das geändert und ein Phänomen schlich sich ein, für das sie inzwischen mit Content-Ängst einen Namen gefunden hat. Damals war es für sie nicht greifbar.

„Content-Ängst ist die Angst davor, mit den eigenen Texten und der eigenen Meinung nach außen sichtbar zu werden, denn jemand könnte ja nicht meiner Meinung sein und mich deswegen ablehnen.“

Judith Peters

Seit sie selbstständig ist und vor allem seit sie ein Onlinebusiness hat, hat sie ständig an ihrem Mindset gearbeitet. Sie mag das Wort Persönlichkeitsetnwicklung nicht, aber im Prinzip geht es darum, denn als Selbstständige und vor allem als Unternehmerin wirst du immer wieder auf dich selbst zurückgeworden und gehst an und über deine Grenzen, die du meinst zu haben.

Bild: Wie man sich die Selbstständigkeit ausmalt und wie sie nicht (nur) ist. In der Realität gehören auch Themen wie Content-Ängst und eine Art Wachstumsschmerz dazu, wenn man an sich und seinem Mindset „arbeitet“.

Seit ich selbstständig bin, habe ich auch ganz klar gemerkt, dass ich mich noch mehr damit auseinander setze, was ich für möglich halte und wie mich das entweder unterstützen und beflügeln kann oder mich auch aufhalten kann, sodass ich mir selbst im Weg stehe.

Um nur ein Thema von vielen zu nennen: Ich denke, dass das Thema Geld und Wert, also was ist meiner Arbeit wert und was bin ich wert alle Selbstständigen und alle Onlineunternehmer*innen besonders beschäftigt, da es z.B. beim Thema Preise setzen und verkünden besonders präsent ist. Doch auch wenn du angestellt bist, hast du dich z.B. in einer Gehaltsverhandlung sicherlich schonmal mit dem Thema Geld und deinem Mindset dazu auseinander gesetzt.

Durch kleine Erfolgserlebnisse sind ihre Selbstannahmen ins Wanken geraten. Sie denkt, dass man in der Selbstständigkeit viel stärker noch als in der Festanstellung dazu getrieben wird, an seine eigenen Grenzen zu gehen.

Judith hat 2018 ihren Blog reaktiviert und sich dann mit dem Thema Content-Ängst beschäftigt, da darüber nachgedacht hat, was irgendwer darüber denken könnte und welchen Blogartikel sie überhaupt als Erstes schreiben soll.

Ein weiteres Thema war für sie das Thema Launchen, also auf ein Produkt von sich aufmerksam machen, denn das erschien ihr so marktschreierisch, wie sie sagt. In der Realität war das dann ganz anders, als sie vorher gedacht hat.

Beim ihrer Themenauswahl nutzt sie ihre sensible, verletzliche Seite, da sie auch private Einblicke teilt und ehrlich über viele Themen schreibt, die andere sensible und introvertierte Menschen beschäftigen.

Judith hat auf ihrem Weg zur erfolgreichen Onlineunternehmerin viel gelernt, nicht nur über das Thema Business, sondern auch über sich selbst. Ihr Mindset ist konstant mit ihr mitgewachsen und sie hat inzwischen sogar regelrecht Lust darauf, über Themen zu schreiben, mit denen sie aneckt und zu denen sie ihre Meinung teilen möchte.

Be afraid of the enormity of the possible.

Mehr solcher Artikel zu schreiben ist dieses Jahr unter anderem ihr Fokus und passt super zu ihrem Jahresmotto „It’s showtime.“

Schon vor langer Zeit konnte sie während ihres Studiums auch endlich den Glaubenssatz „Ich bin schlecht in Mathe“ ablegen, sodass sie jetzt weiß, dass sie sich inzwischen sicher ist, dass sie gut in Mathe ist und es ihr liegt zu schreiben.

Was sind (berufliche) Überzeugungen von dir, die du früher hattest und von denen du inzwischen weißt, dass sie absolut nicht wahr sind?

Hier kannst du die Podcastfolge mit Judith in ganzer Länge und mit allen Details anhören:

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