Persönliches, Persönlichkeitsentwicklung, Scanner*in

Gedanken sortieren & Klarheit finden für Multitalente (Scanner*in Persönlichkeiten)

Aktuell bin ich nach meinem Urlaub in einer Phase, in der ich viel hinterfrage und darüber nachdenke, was sich gerade richtig anfühlt und was ich ändern möchte. Ich sortiere mich ein bisschen beruflich neu, indem ich Projekte aufhöre, abschließe, ändere oder auch wie bisher weiterführe.

Falls du mein Buch für hochsensible Multitalente gelesen hast – Ich hatte bei manchen Projekten das Gefühl schon länger im letzten Teil des Projektzyklus‘ irgendwie festzuhängen.

Falls du eine Scanner*in Persönlichkeit bist, kennst du diese Gefühl vielleicht auch, das ich gerade bei manchen Projekten habe: Mir ist irgendwie diffus langweilig bzw. ich fühle mich als ob mir die Decke auf den Kopf fällt, aber im übertragenen Sinne. Eigentlich spüre ich eine große Unzufriedenheit im Bezug auf manche Projekte und auch eine Überforderung, da ich möchte, dass sich etwas ändern und einfach anders ist. Zu Beginn wusste ich aber noch nicht genau was und auch noch nicht genau wie.

Was hat mir dabei geholfen von einer diffusen Unzufriedenheit zu mehr Klarheit zu kommen?

Tatsächlich bin ich froh, dass ich selbst Coach bin und meine unterschiedlichen Tipps nutzen kann. Und auch dass ich selbst ein Buch über hochsensible Multitalente geschrieben habe und daher weiß, dass solche Phasen in Projekten ganz normal sind, hat mir sehr geholfen.

Ich finde es super wichtig sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist, und Wünsche nach Veränderung nicht „abzutun“ oder zu überdrücken, weil es doch „anders sein sollte/müsste“ oder weil andere Menschen anders funktionieren und viele Jahre lang genau den gleichen Weg gehen und genau die gleichen Themen bespielen.

Was mir geholfen hat war zum Beispiel: Coachingfragen zu nutzen, Journalling zu machen, meine Glaubenssätze aufzudecken und zu verändern, wieder in den Moment zurück zu kommen und Dankbarkeit zu üben.

Ich habe auch mit einigen Menschen, die mir Nahe stehen und mich so akzeptieren, wie ich bin, über diese Herausforderungen gesprochen (vor allem mit 4 Personen) und IHRE Perspektive auf die Dinge, ihre Fragen und vielleicht auch Lösungsideen sind natürlich nicht MEINE und helfen mir insofern nicht. Was mir dabei hilft ist ihre Meinungen und Gedanken als Denkanstöße zu nutzen und daran angelehnt oder im Kontrast zu ihren Meinungen und ihrem Weg herauszufinden, was mir gerade gut tut und was ich möchte.

Was mir auch noch geholfen hat war eine Liste zu erstellen mit allen beruflichen Projekten (und Weiterbildungsprojekten) und dahinter die Pros und Kontras (z.B. inklusive Zeitaufwand, Verdienst, Wachstumsmöglichkeiten etc.) und am Ende das Fazit aufzulisten. Pro und Kontra ist dabei das, was ich denke, und nicht irgendwelche Pro und Kontras, die „gesellschaftlich wichtig sind“ oder die andere Menschen vielleicht dazu denken. Es ist also eine ganz persönliche Liste, die nur für mich Sinn macht.

Was ich auch gut finde ist nicht aktiv und mit dem Verstand über Entscheidungen nachzudenken, sondern die Entscheidung erstmal quasi abzugeben oder ruhen zu lassen und andere Dinge zu machen (perfekt sind Aktivitäten in der Natur, finde ich) und darauf zu vertrauen, dass ich dann irgendwann die richtige Entscheidung weiß und sie quasi zu mir kommt. Manchmal braucht es einfach etwas mehr Zeit. Das funktioniert bei mir auch oft super.

Folge der Freude

Was ich vor allem mache ist mir die Frage zu stellen, ob ich mit einer Entscheidung gerade der Angst oder Liebe folge und wo die Freude liegt. Und dann zu versuchen der Liebe und der Freude zu folgen.

Das klingt jetzt etwas abstrakt, aber beispielsweise bei einem Kurs, den ich unterrichtet habe, habe ich mich gefragt, ob ich ihn weiterführe, weil ich unbedingt möchte oder weil ich die Reaktionen befürchte, die kommen, wenn ich es nicht tue. Da Letzteres u.A. der Fall war (es gab noch viele andere Gründe), habe ich mich dafür entschieden den Kurs abzusagen.

Weitere Fragen, die ich mir dazu gerne stelle:

  • Würde ich das auch machen, wenn ich dafür kein Geld bekommen würde?
  • Was würde ich machen, wenn ich wüsste, dass ich nur noch einen Monat oder 3 Monate leben würde?

Das klingt vielleicht radikal hilft mir aber dabei herauszufinden, was gerade besonders wichtig ist und was weniger wichtig für mich ist.

Ich nutze aktuell eine neue Doppelseite eines Timers/Kalenders, die ich mir selbst erstellt habe, und schaue, wie sie für mich funktioniert (für meine tägliche Strategie, Reflexion und meinen Tagesplan). Ich hatte schon länger die Idee einen eigenen Kalender zu erstellen, z.B. für 2022 oder einen Kalender, der fortlaufend genutzt werden kann, und mache das gerade nebenbei, da ich einfach der Freude folge.

Weitere aktuelle Herzensprojekte, die mir besonders Spaß machen und die ich auf keinen Fall aufhören werde: Meine neu gegründete Community für hochsensible Multitalente und mein 1:1 Coaching. Wenn du Interesse an einem Coaching hast, kannst du jederzeit ein kostenloses Kennenlerngespräch per Email mit mir vereinbaren.

Meine Learnings

Ich bin gerade noch im Prozess, aber einige aktive Entscheidungen habe ich schon getroffen und ein großes Learning war (mal wieder), dass ich mir aktuell einfach noch etwas Neues wünsche, also ein neues Projekt oder neue Reize, sodass ich etwas anderes machen und lernen kann.

Indem ich also ein paar „alte Projekte“ aufgehört habe oder reduziere schaffe ich so spätestens für den Herbst Platz für ein paar neue Dinge und Projekte. Einige Bälle sind noch in der Luft und ich schaue gerade, was sich alles ergibt, aber es fühlt sich gut an, Altes loszulassen und ich bin gespannt und voller Vorfreude auf alles was kommt.

Wie geht es dir gerade als hochsensibles Multitalent? Was beschäftigt dich besonders?

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