Arbeit, Scanner*in

Bewerbungsprozess & Jobsuche als hochsensibles Multitalent in der aktuellen Zeit

In der heutigen Podcastfolge mit meinem Freund Jannis geht es um das Thema Bewerbungen und Jobsuche als hochsensibles Multitalent in der Coronazeit und unter den aktuellen Umständen.

Wenn du lieber den Podcast hörst, anstatt den Blogartikel zu lesen, kannst du ganz nach unten scrollen, denn dort findest du die Podcastfolge in ganzer Länge.

Jannis hat beruflich schon einige Stationen hinter sich. Mit 17 hat er eine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechaniker gemacht und hat dann unterwegs auf Reisen und z.B. während eines 2-Jährigen Aufenthalts in Australien als Baumfällger, Avocado-Pflücker, als Treckerfahrer und in allen möglichen anderen Jobs gearbeitet. Letztes Jahr waren wir in Neuseeland und haben davor in Kiel gewohnt, sodass er letztes Jahr – zurück in Deutschland – einen Job in der Coronazeit in der Nähe von Bremen gesucht hat.

Er berichtet in der Podcastfolge, dass er circa 6 Monate gesucht hat – was eine ganz normale Zeit ist und noch nicht einmal lang, da es einfach dauert, bis überhaupt interessante Stellenanzeigen auf dem Jobmarkt verfügbar sind. Zudem ist es so, dass Bewerber*innen nicht gleich jeden erstbesten Job annehmen wollen und selbst auch Ansprüche haben und auch Bewerbungsverfahren brauchen seine Zeit, daher ist generell realistisch mit 6 bis 12 Monaten oder länger zu rechnen.

Jannis einem seiner Jobs: Als Automechaniker in Auckland, Neuseeland

Jannis hat auch berichtet, dass er zwischendurch kurz davor war sich für einen Master einzuschreiben, weil das auch ein guter Ausweg für ihn gewesen wäre nicht weiter zu suchen. Es ging in diesem Fall also eher um sein Mindset. Generell ist er mit seinem Bachelor in Maschinenbau sehr zufrieden und hat für sich beschlossen, dass er nicht mehr weiter studieren möchte, wie er in der Podcastfolge sagt. Daher hat er die Idee, nachdem er alle Bewerbungsunterlagen für den Master zusammen hatte, einfach wieder verworfen und sich weiter beworben.

„Ich habe auf verschieden Arten versucht bei der Jobsuche meine Fühler auszustrecken.“

Jannis im Podcastinterview

Er berichtet, dass er sich zum Beispiel wieder beim VDI (Verein Deutscher Ingenieure) in Bremen angemeldet hat, da er dort schon bei VDini (dem Kinderclub des VDI) in Kiel ehrenamtlich aktiv war. Generell ist es sinnvoll zu schauen, ob es interessante Vereine oder Verbände gibt, die dich bei deiner Jobsuche unterstützen können, entweder, indem sie selbst Stellenanzeigen haben oder indem sie einen guten Ort zum Netzwerken bieten, denn daraus entstehen viele ungeahnte Möglichkeiten.

Einen weiteren Weg, der erstmal unattraktiv erscheint, der aber letzten Endes super sinnvoll für Jannis war, war sich beim Jobcenter als arbeitssuchend zu melden, auch wenn er keine Leistungen in Anspruch genommen hat. Dort ist einfach noch jemand aktiv, der für dich nach Jobs schaut und sie dir zuschickt und sich auf eine gewisse Art und Weise verantwortlich fühlt.

Jannis hat zudem sein LinkedIn Profil aktualisiert, sich im seinem bisherigen Netzwerk (beruflich sowie privat) umgehört und seine Stärken und Skills mit Hilfe des Buches „What colour is your parachute“, das ich ihm empfohlen hatte obwohl es hauptsächlich für den englischsprachigen Market gemacht ist, herausgearbeitet.

Er hat berichtet, dass er den Prozess insgesamt nicht einfach fand und dass sein Mindset eine wichtige Rolle gespielt hat. Er wusste zum Beispiel, dass er den Glaubenssatz „Ich muss hart für mein Geld arbeiten.“ hat und konnte daher aktiv darauf achten, sich nicht für einen Job zu entscheiden, bei dem er wieder nach diesem Glaubenssatz arbeitet und lebt.

In seinem neuen Job ist er bisher sehr zufrieden und hat auch viel Ruhe, was für ihn, wie er sagt, als hochsensible Person besonders wichtig ist. Zudem ist sein Job als Produktentwickler vielseitig und er lernt viel und hat unterschiedliche Aufgabenbereiche, was als Multitalent natürlich ideal ist.

„Ich bin mir sicher – irgendwann kommt bestimmt der nächste Bewerbungsprozess.“

Jannis im Podcastinterview

Dennoch sagt er aktuell, dass er nicht denkt, dass er sein Leben lang nur einen Job machen wird, denn so war es bisher auch nicht. Daher ist er froh, dass er viel im Bewerbungsprozess gelernt hat, denn der nächste folgt bestimmt irgendwann.

Den passenden Job zu finden – vor allem als hochsensibles Multitalent – ist meiner Meinung nach ein Weg. Mit jedem Schritt lernst du mehr über dich, deine Bedürfnisse und vielleicht auch deine Antreiber und Glaubenssätze.

Wir haben auch noch darüber gesprochen, dass gerade aktuell bei vielen Menschen generell der Glaubenssatz „Du kannst du Coronazeiten nur sehr schwer einen Job oder neue Aufträge finden.“ vorherrscht, was nicht der Wahrheit entspricht, sondern eben etwas ist, an das gerade viele glauben. Je nach Branche kann es natürlich schwieriger oder leicher fallen, doch insgesamt ist es möglich eine neue Anstellung zu finden.

Wichtig ist meiner Meinung nach auf jeden Fall eine positive und zuversichtliche Grundeinstellung während der Jobsuche, denn wenn du an deinen Skills zweifelst und denkst, dass du „eh nicht genommen wirst“ hast du vermutlich noch weniger Lust Bewerbungen zu schreiben oder zu Gesprächen hinzugehen und zu überzeugen oder dein Gehalt zu verhandeln.

Ich hatte zuletzt eine Coachingkunden mit der ich zu diesem Thema gearbeitet habe. Falls du also auf Jobsuche bist oder dich umorientieren möchtest und dir Unterstützung von einem Coach wünschst, kannst du gerne ein kostenfreies Erstgespräch mit mir vereinbaren.

Jannis ist glücklich, dass er nicht aufgegeben hat und hat letztens Endes einen Job gefunden, den er vorher gar nicht auf dem Schirm hatte, da er sich nicht in seinem Suchradius befand.

Hast du weitere, gute Tipps für hochsensibles Multitalente, die gerade auf Jobsuche sind? Schreib sie gerne in die Kommentare!

Hier kannst du die ganze Podcastfolge hören:

Hinterlasse eine Antwort