Hochsensibilität

Als hochsensible Person als Lektorin arbeiten

In dieser Woche war Katrin Gönnewig im Interview zu Gast und wir haben darüber gesprochen, wie es ist, als hochsensible Person als Lektorin zu arbeiten. Katrin ist nicht nur irgendeine Lektorin, sondern sie ist auch meine Lektorin, daher hat sie auch noch kurz berichtet, was ihr Eindruck von meinem Buch „Ich kann viel und das ist gut so!“ war.

Das Interview findest du in Audioform am Ende dieses Beitrags, also gerne ganz nach unten scrollen falls du lieber hörst als zu lesen. Hier kannst du das Interview als Video anschauen.

Katrin hat sich seit circa einem Jahr damit beschäftigt (und weiß auch seitdem), dass sie hochsensibel ist. Für sie ist es besonders wichtig, sich von den Gefühlen und Stimmungen anderer Menschen abzugrenzen, da sie sehr gut Stimmungen anderer Menschen erspüren kann.

Bevor sie sich mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigt hat, war sie sich total unsicher, welche Emotionen wirklich zu ihr gehören und welche Gefühle ihre eigenen sind und welche die Gefühle von anderen Menschen sind.

Katrin ist selbst noch auf ihrer eigenen Reise (wie vermutlich jede*r von uns) und beschäftigt sich u.A. gerne in ihrer Freizeit mit dem Thema persönliche Entwicklung.

Sie ist generell nicht nur hochsensibel, sondern hat auch mehr als eine Leidenschaft und identifiziert sich also als hochsensibles Multitalent. Aktuell geht sie auch mehrere Projekte gleichzeitig an, zum Beispiel backt sie seit einiger Zeit leidenschaftlich gerne und viel Brot zu Hause.

Katrin hatte seit ihrer Kindheit viel mit Büchern zu tun und hatte jahrelang einen erfolgreichen Buchblog

Katrin hat für einige Jahre einen Buchblog gehabt und war damit in ihrer Nische erfolgreich. Sie hat verschiedene Bücher rezensiert und irgendwann wurden es immer mehr, sodass sie immer einige Stapel zu Hause hatte.

Während der Rezensionen hat sie angefangen ein zweites Korrektorat für die Autor*innen durchzuführen, was sehr gut angekommen ist. Dadurch ist sie vor einigen Jahren nebenberuflich Korrektorin geworden. Anschließend wurde sie irgendwann gefragt, ob sie sich auch vorstellen kann als Lektorin zu arbeiten und nachdem ihr Probelektorat Anklang gefunden hat, arbeitet sie jetzt als Lektorin.

Generell versuch sie nur im Notfall mehr als ein Buch auf einmal zu lektorieren. Sie sagt, dass es nicht gut sei, wenn eine Person das Korrektorat und das Lektorat für das Buch übernimmt, da diese Person den Text dann schon kennt und gelesen hat und z.B. Fehler schneller übersieht. Daher hat bei meinem Buch auch jemand anders das Korrektorat übernommen.

Als Lektorin achtet Katrin besonders darauf, dass es keine inhaltlichen Wiederholungen gibt, dass alles logisch ist und dass sprachlich eine gute Balance im ganzen Buch gefunden wird, zwischen zu förmlichen und zu umgangssprachlichen Ausdrücken.

Bevor Katrin als Lektorin gearbeitet hat, war sie einige Jahre nebenberuflich als Korrektorin tätig

Sie macht gerne Verbesserungsvorschläge für die Autor*innen, z.B. wie man etwas noch anders oder besser formulieren könnte und an welche Stelle noch eine Information hinzugefügt werden könnte. Dabei achtet sie sehr darauf, dass die Vorschläge sich nahtlos in den Text des/der Autorin*Autors einfügen und zum Stil passen.

„Besonders gefällt mir an meiner Arbeit die Arbeit am Text. Das ist einfach spannend. Und ich lerne halt naatürlich auch noch etwas dabei. Man kann den Text weder korrigieren noch lektorieren, ohne dass man etwas für sich selbst aus dem Text rauszieht.“

Katrin Gönnewig

Was sie an ihrer Arbeit am meisten mag, ist die Arbeit mit dem Text, denn sie beschäftigt sich seit sie klein ist auf viele unterschiedliche Arten mit Büchern.

Aus meinem Buch „Ich kann viel und das ist gut so!“, das sich an hochsensible Multitalente richtet, hat sie auch einige Erkenntnisse für sich mitgenommen. Eine war zum Beispiel, dass es für sie als Multitalent um den Weg geht, und nicht um das Ziel. Sie hat jetzt für sich erkannt, dass es trotzdem lohnt immer anzufangen und ihre Projekte umzusetzen und Frieden damit gefunden, dass sie dann ihr ganz eigenes Ende findet – wie auch immer das aussehen mag.

Hier kannst du die ganze Podcastfolge anhören:

1 Kommentar

  1. Hinter den Kulissen: So ist es, ein Buch zu schreiben | Jacqueline Knopp

    11. März 2021 at 15:53

    […] Woche habe ich ein Interview mit meiner Lektorin online gestellt, in dem sie u.a. berichtet, wie ihre Arbeit als Lektorin aussieht, wie es für sie […]

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